Fuss

Fuß und Sprunggelenk sind beim aufrechten Gang unter starker Belastung. Eine gezielte Behandlung braucht Zeit, ist dann aber auch wesentlich für eine verbesserte Lebensqualität. Hier sind bei der Therapie oftmals die konservativen Therapiemöglichkeiten im Vordergrund.

Die Stoßwellenbehandlung eignet sich zur Therapie schmerzhafter Veränderungen der Achillessehne und des Fersensporns. Infiltrationen können in Einzelfällen sinnvoll sein, hier muss gut abgewogen werden. Zur gezielten Einlagenversorgung bedarf es einer gezielten Analyse, denn kein Fuß ist wie der andere.

Ausgewählte Krankheitsbilder:

Hallux Rigidus

Bei der sog. Steif- Großzehe kommt es durch zunehmende Abnutzung der Gelenkflächen im Großzehengrundgelenk (Arthrose) sowohl zu Schmerzen als auch zu einer Einschränkung der Beweglichkeit. Diese Symptome können sowohl beim Laufen als auch teilweise in Ruhe auftreten. Schreitet die Arthroseentwicklung voran, kommt es zu einer vollständigen Einsteifung des Gelenkes.
Ursachen können neben Fehlstellungen des Gelenkes selbst (etwa ein langjährig bestehender Hallux valgus) Stoffwechselstörungen wie etwa Rheuma oder Gicht sein. Häufig lässt sich jedoch trotz sorgfältiger Nachforschung keine eindeutige Ursache für die individuelle Entwicklung eines Hallux rigidus finden.

Symptome

Neben den Schmerzen kommt es beim Gehen zu einer Steifigkeit der Großzehe beim Abrollvorgang. Diese Phänomene sind typisch für eine Arthroseentwicklung, genauso wie eine Rötung, Schwellung und Überwärmung im Grundgelenk selbst. Die Patienten klagen aufgrund der Schwellung des Gelenkes häufig über Platzprobleme gerade bei engeren Schuhen, insbesondere Damen, die spitzeres Schuhwerk favorisieren, sind hiervon schmerzlich betroffen. Als mittelbare Folge der Schmerzen im Großzehenbereich weichen die Patienten -unbewusst – dem Schmerz aus und rollen verstärkt über die Fußaußenseite ab. Diese Fehlbelastung kann zu Folge- Störungen an Knie oder Hüftgelenk führen.

Diagnostik

Die Diagnose erfolgt in der Regel durch eine einfache Röntgenaufnahme, die das Ausmaß des Gelenkschadens sowie evtl. vorhandene knöcherne Anbauten am Gelenk aufzeigt.

Therapie

Die Behandlung erfolgt in Abhängigkeit vom Schweregrad der Erkrankung – nicht-operative und operative Therapien stehen zur Verfügung.

Hallux Valgus

Der Hallux valgus (Ballenzeh) ist die häufigste Fehlstellung der Zehen. Er ist auch die häufigste Erkrankung des Vorfußes. Die Großzehe ist dabei nach außen, in Richtung der Kleinzehen, abgewinkelt.

Für den Orthopäden und selbst für den Laien ist der Hallux valgus bereits durch Blickdiagnose eindeutig zu erkennen. Neben der klassischen Fehlstellung der Großzehe liegen oftmals auch begleitende Deformitäten an den Kleinzehen, der Ferse sowie dem Fußlängsgewölbe vor. Die häufigsten Veränderungen sind hier eine Hammerzehenbildung an der zweiten und evtl. auch der dritten Zehe sowie eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Knickfußbildung mit Abflachung des Längsgewölbes.

Zur genaueren Diagnostik und zur Planung der ggf. operativen Maßnahmen ist eine Röntgenaufnahme unter Belastungsbedingungen, also im Stand, unerlässlich. Die Aufnahmen sollten auch den Winkel zwischen dem ersten und zweiten Mittelfußknochen darstellen.

In Ausnahmefällen, wenn es um die Beurteilung der Sehnen und Bänder geht, kann zusätzlich eine Kernspinuntersuchung (MRT) hilfreich sein.

Der Ballenzeh führt nicht zwangsläufig zu Beschwerden. Vor allem von weiblichen Patienten wird die  Fehlstellung der Zehen in erster Linie als kosmetisches Problem empfunden. Solange keine echten Beschwerden auftreten, ist kein zwingender Handlungsbedarf, insbesondere keine OP- Notwendigkeit gegeben. Beschwerden treten dann auf, wenn das beim Hallux valgus stark vortretende Großzehengrundgelenk in geschlossenen Schuhen drückt.  Infolge einer chronischen Schleimbeutelentzündung über dem „Ballen“ entstehen schmerzhafte Rötungen und Schwellungen, die für den Patienten eine massive Einschränkung seiner Mobilität bedeuten können.

Eine weitere Ursache für Schmerzen im Ballen kann eine Arthrose im Großzehengrundgelenk sein. Sie entsteht durch eine Fehlstellung des Gelenks. Hier ist ein operativer Eingriff notwendig. Wird die Stellung zwischen dem ersten Mittelfußknochen und der Großzehe nicht wieder exakt eingerichtet, kann es zu einem zunehmenden Abrieb des Gelenkknorpels mit unwiederbringlichem Funktionsverlust kommen.

Patienten, die Schmerzen am Ballen haben, verlagern ihr Gewicht beim Gehen unwillkürlich auf die Fußaußenseite. Die Kleinzehen werden unnatürlich stark belastet, was oft weitere Probleme zur Folge hat. Auch vermehrte Druckstellen unter den Kleinzehenballen (Hornbildung) können durch die Fehlbelastung entstehen.

Selbst geringe Zehenfehlstellungen führen oft zu starken Schmerzen. Treten diese Schmerzen auch in Ruhe auf, kann bereits eine aktivierte Arthrose des Gelenks vorliegen, die behandelt werden sollte.

Operative Verfahren können in einem Stadium, in dem die Möglichkeiten der Einlagenversorgung und der Spange ausgeschöpft sind, sinnvoll sein. Das Verfahren wird an die Gegebenheiten angepasst, nicht jede OP Technik hat bei jedem Fuß den gewünschten Erfolg. Auch die Kombination von Einlagenversorgung infolge der Operation kann sinnvoll sein.

In jeder Altersgruppe muss durch eine gezielte Untersuchung geschaut werden, wie schwerwiegend die Verformung des Fußes ist und was notwendig ist. Zu Hilfe nehmen kann der Orthopäde im Bedarfsfall eine funktionelle Analyse in Form einer Fußdruckmessung, die vom Sporttherapeuten angeboten wird und welche im Einzelfall eine ergänzende Diagnostik darstellt.

Das Team der Gemeinschaftspraxis für Sportchirurgie Prof. Dr. med. K.-A. Riel und Dr. med. C. Conrad freut sich über Ihre Kontaktaufnahme!

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